Mythos Permanbann – Sollte man dauerthaft sperren? – Gaming

Twitch, CS:GO oder andere Plattformen – Permabanns sind gerade in vielen Bereichen ein großes Thema. Doch wie zeitgemäß ist eine dauerhafte Sperre?

Dr. Disrespect hat ihn schon kennengelernt: Den Permabann auf Twitch.

Einen Grund dafür hat die Öffentlichkeit nie erfahren.

Flying Uwe hat es auch erwischt. Ihm sprang Streamingstar MontanaBlack jüngst zur Seite: “Wenn du Scheiße gemacht hast und bestraft wirst, soll das weh tun. Ich persönlich würde davon weggehen, Leute dauerhaft von Twitch zu bannen.”

Er selbst kennt Sperren nur zu gut und würde mit einem Permabann seinen Job nicht mehr ausüben können.

In Esporttiteln fährt zum Beispiel Entwickler Valve in Counter-Strike: Global Offensive eine ähnlich harte Politik. Die Matchfixer von iBUYPOWER sind genauso lebenslang von Major-Turnieren gebannt wie der Finne Jampii, der mit 14 einen Cheatban auf seinem Account bekam.

Doch selbst in der CS:GO-Welt gibt es unterschiedliche Auffassungen. Die ESL als größter Ligenveranstalter hob die Sperren für die iBP-Spieler sowie andere Cheatsperren 2017 auf.

Auch im aktuellen Coaching-Bug-Skandal gibt es nur temporäre Sperren. ESL-Mann Ulrich Schulze twitterte dazu: “Einer unserer Kernansätze ist, dass Menschen die Chance auf eine Rehabilitierung haben, wenn sie ihre Fehler einsehen und Sperren absolviert haben.”

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Der Lernprozess ist das, was vielen auch in der Streamingwelt zu kurz kommt. Ein anderes Beispiel ist Papaplatte. Der Streamer ist nach fünf kleineren Banns über je einen Tag nun längere Zeit gesperrt.

Nach vermutlich 30 Tagen wird er zurückkommen. Dabei war es eine Ansammlung von Kleinigkeiten, die zu den Sperren führte.

Im Fall von FlyingUwe führte Gewaltandrohung zur Sperre, nachdem ihm ein Zuschauer die Übertragung erschwerte. Dabei ist die Grenze zwischen den harten und temporären Banns oft schwammig.

Zuletzt machte die Skandal-Streamerin Alinity auf sich aufmerksam, weil die Sperren bei ihr in den Augen vieler zu harmlos gewesen seien.

Aktuell sind dauerhafte Sperren immer noch sehr präsent in der Gamingwelt. Viele Communitymitglieder sehen sie eher kritisch und wären mit mehreren kurzen Sperren zufrieden.

Ein wirklich perfekten Weg gibt es nicht. Denn für harte Vergehen sollten harte Strafen folgen. Doch wenn sich schon MontanaBlack und die ESL in gewissen Punkten einig sind, könnte das vielleicht zu einem Umdenken führen – in manchen Fällen zumindest.

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