Uniliga Rocket League: Ohne Teamtraining zum Hochschulmeister – Uniliga

Alexander “Gnagflow06” studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Berlin und ist mit dem Rocket League Team Berlin Phoenix amtierender Hochschulmeister. Bis März 2020 spielte er neben Studium und Uniliga noch im Team Vertex in der RLRS mit.

Die Uniliga ist eine Esport-Liga, die von Studierenden organisiert wird und richtet sich an alle eingeschriebenen Studierenden in Deutschland. Alle Informationen zur Uniliga findest du hier. Wie ihr mitmachen könnt, erfahrt ihr hier

Konsole oder PC?

Alexander zockte die meiste Zeit auf der Konsole. Auf der Nintendo 64 begann er mit Super Mario 64. Von der Playstation 2 ging es weiter bis irgendwann die Playstation 4 erschien. Auf der Playstation gab es für kurze Zeit Rocket League gratis. 

Da sein Internet allerdings zu schlecht war, fuhr er am letzten Tag vor Ablauf zu einem Kumpel, um dort das Spiel herunterladen zu können. Sie spielten zusammen und seine Leidenschaft war sofort entfacht. “Auf der Konsole kann man leider nur 60 FPS erreichen, auf dem PC hingegen 250 FPS. Außerdem hatte ich Input Lags. Deswegen habe ich von der Konsole auf den PC gewechselt”, erklärt Alexander. 

Kompetitive Erfahrungen

Als das Spiel 2015 rauskam, fing er direkt damit an und spielt seit der ersten Season mit.  Da Rocket League ihm viel Spaß machte, wollte er sich nun mit anderen messen und schauen, wie gut er im Vergleich zu den anderen Spielern ist. Ende 2015 spielte er die ersten kleineren Turniere mit und er gewann das ein oder andere. 

Nachdem er in unbekannteren Teams mitspielte, bot sich die Chance als Substitute für Team Vitality an der RLCS teilzunehmen.

“Die Einblicke waren gewaltig. Man sieht, wie sich die Spieler aufwärmen, lernt die Leute kennen und merkt erst dann, was für eine große Organisation dahinter steckt”, erzählt  Alexander. Dennoch war sein größter Erfolg erst vor kurzem: Sich für die RLRS Season qualifiziert zu haben. Mit seinem Team Vertex erreichten sie allerdings den siebten Platz.

Der wohl größte Unterschied zwischen RLCS und Uniliga ist, dass man sich die Spieler nicht wirklich aussuchen kann. Es müssen immer Studierende von einem Standort sein, die in einem Team zusammen spielen. Deshalb ist es schwierig, gute Spieler zu finden mit denen man auch gut zusammen spielen kann. 

Hochschulmeister ohne Training

In der letzten Winterseason 19/20 nahm Alexander zum ersten Mal mit dem Team Berlin Phoenix an der Uniliga teil. Durch patroid” wurde er auf die Uniliga aufmerksam gemacht und gemeinsam mit “dot” und Tigreee“ nahm er an der Uniliga teil. Mit Erfolg: Ohne Niederlage setzten sie sich bis ins Finale durch. 

Auf der DreamHack in Leipzig mussten sie gegen den Konkurrenten aus Karlsruhe ran, die KIT SC Lawnmowers. Mit vier Siegen in Folge gewannen sie das Best-of-7 und fuhren sich zum Sieg. 

Auch in dieser Season läuft es bisher gut für die Berliner: Alle drei Matches gewannen sie ohne Probleme und ohne gemeinsames Training. Jeder spielt zwar das Spiel, allerdings trainieren sie nicht zusammen. In dieser Season möchten sie das ganze erneut so angehen: Ohne viel gemeinsames Training möchten sie ihren Titel als Hochschulmeister verteidigen. 

Stärken und Schwächen

“Mit Tigreee“ sind unsere Stärken eindeutig die Schnelligkeit und Rotationen. Ohne ihn ist es ein wenig schwerer, da die anderen Spieler bisher noch nicht die Erfahrung in höheren Ligen sammeln konnten.”

Dennoch ist die Offensive auch mit Leptys” und hyrole” sehr stark, während die Defensive manchmal durcheinander kommt. Vor allem im Spiel gegen Skyline Frankfurt hat man dies sehen können. Der Angstgegner sind allerdings wieder die Karlsruher. Schon im EURC Finale brachten sie die Berliner ins Schwitzen und verloren nur mit einem knappen 4:3 gegen Berlin Phoenix. 

Tore, Tore, Tore

Schon in der Winterseason sicherte sich Alexander den ersten Platz als Golden Striker. Mit 1.71 Goals per Game setzte er sich von den anderen deutlich ab. Auch in dieser Season möchte er sich den Titel erneut sichern und steht aktuell auf dem zweiten Platz mit 1.60 Goals per Game, knapp hinter dem Karlsruher “Arno”. Die Abstimmung zum “Tor des Monats Mai” gewann Alexander ebenfalls erfolgreich. Mit deutlichem Abstand ließ er die Kontrahenten hinter sich und gewann die Abstimmung mit seinem Overtime Goal am ersten Spieltag gegen YAIX Aachen.  

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